Tier & Mensch e.V.

CMA am Ende

40 Jahre lang hatten sich vornehmlich die kleineren Landwirte gegen die staatlich verordnete Zwangsabgabe (0,4% vom Umsatz) gewehrt. Nun hat das Bundesverfassungsgericht dieses Gesetz, welches die Absatzförderung der Agrarprodukte zum Ziel hat, verboten.

Einen Vorteil hatten sowieso höchstens die Großbetriebe - und die Funktionäre, die sich allerhand Sprüche ausdenken sollten. An die 90 Millionen Euro kamen so jährlich zusammen, eingesammelt von nahezu 400.000 Betrieben.

Der Slogan „Aus deutschen Landes frisch auf den Tisch" wurde bereits 2002 verboten, weil er gegen EU-Recht verstößt. Seitdem ließ man sich anderes einfallen, z.B. „Bestes vom Bauern" oder „Butter macht kreativ" oder „Die Milch macht´s". Kein Wunder, dass sich besonders die BIO-Bauern und kleineren Landwirte gegen diesen Schwachsinn zur Wehr setzten, der oft auch in betrügerische Werbung ausartete - ähnlich wie die berühmte lila Kuh auf grüner Weide.

Auch der Verbraucher wird von dem Verbot profitieren, denn nicht wenige Bundesbürger sahen in dem Logo der CMA (Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft) irrtümlich ein Gütezeichen, ähnlich dem BIO-Siegel.

Weit gefehlt - an der CMA sind die schlimmsten Tierquäler und die größten Bodenvergifter beteiligt.

E.U. März 2009

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