Tier & Mensch e.V.

Buchempfehlung

„Die Natur schlägt zurück“ von Dr. Hermann Focke

ISBN  978-3-86805-766-9      14,80 €

Antibiotika sind in Massentierhaltungen vom ersten Lebenstag an unentbehrlich, um die unter schlimmsten Haltungsbedingungen lebenden Masttiere bis zu ihrem frühen Tod als Tierjunges über die Runden zu retten. Dr. Hermann Focke, Leitender Veterinärdirektor i. R. kennt sich aus wie kaum ein anderer, denn er arbeitete im Süd-Oldenburger Land, der Hochburg der Massentierhaltung.

Seine sorgfältigen Recherchen wurden durch Lobbyisten und Behörden oft sehr erschwert,  was beim kritischen Leser sicher Zweifel am Funktionieren des Rechtsstaats weckt.

Unbestechlich analysiert er die Lage – ein wichtiger Mosaikstein im Skandalgebäude des „modernen“ Agro-Business.

Karin Ulich November 2010

Klappentext:
Niemand hat bisher derart authentisch und kompetent über Massentierhaltung und deren katastrophalen Folgen für die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt berichtet. Der Tierarzt und langjährige Veterinäramts-Leiter in der Region mit der größten Tierdichte Europas beschreibt anhand zahlreicher Fakten und Daten, wohin zügelloser Antibiotikaeinsatz bei der agrarindustrieellen Nutztierhaltung führt: zu Resistenzen. Das heißt: Die bisher wichtigsten Medikamente gegen bakterielle Infektionskrankheiten verlieren immer mehr an Wirksamkeit. Der Infektionsdruck sowohl in der Veterinär- als auch in der Humanmedizin steigt weiter an und wird zu einer in vielen Fällen nicht mehr zu beherrschenden Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen den ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Vorkommen resistenter Keime beim Menschen und den Lebensmittel liefernden Nutztieren. Die von Focke dargestellte Problematik geht uns alle an und nur gemeinsam kann den aufgezeigten Bedrohungen entgegengetreten werden.

Zitat Dr. Focke:
„Wir alle haben es in der Hand!
Es gibt keinen Erkenntnismangel, es gibt ein Handlungsdefizit.
Wir haben die Wahl zwischen Apokalypse und Frieden mit der Natur. Frieden mit der Natur bedeutet auch Frieden mit uns selbst.“
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