Tier & Mensch e.V.

Die Drei auf dem Ei
Das Ei mit der Drei ist in Verruf gekommen; inzwischen weiß auch der Letzte, welche Tierquälerei mit der Käfighaltung betrieben wird. Die Eierfabrikanten allerdings sehen das anders. Vergeblich haben sie versucht, das ab 2012 EU-weit geltende Verbot der kleinen Käfige auf das Jahr 2020 hinauszuschieben. Die Kommission hat dieses Ansinnen abgelehnt. Auch die Drei auf dem Ei ist den Käfighaltern ein Dorn im Auge. Man will für die sogenannte "Kleinvoliere", die lediglich ein etwas größerer Käfig ist, eine andere Zahl auf dem Ei. Vielleicht 2b oder 3a? Auch dieser Vorstoß blieb vorläufig ohne Erfolg. Käfig ist Käfig!
Allerdings, woran man selten denkt: Ein großer Teil der in Deutschland produzierten oder nach Deutschland importierten Eier wird verarbeitet, z.B. in Nudeln, in Kuchen, in Fertiggerichten. Und das muss nicht gekennzeichnet werden, weder mit einer Zahl, noch mit einem Hinweis. Also werden für diese Erzeugnisse fast ausnahmslos Käfigeier verwendet. Auch Eier, die in Gaststätten verarbeitet werden, sind Käfigeier, sogar die besten Hotels bieten nichts anderes. Solange der Kunde es nicht merkt, wird immer das Billigste genommen.
Beim Kauf von lose angebotenen Eiern muss man nach wie vor genau auf den Stempel achten, der manchmal blass oder verwischt ist. Man   sollte sich nicht scheuen, im Zweifelsfall nachzufragen. Außerdem ist am Verkaufsstand zusätzlich ein erklärendes Schild vorgeschrieben, doch das wird  oft vernachlässigt.
Ernst Ulich 1/08
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