Tier & Mensch e.V.

Die massenhafte Tötung der Hahnenküken soll endlich unterbunden werden
In der Bundesrepublik werden jährlich ca. 45 Millionen Hähnchen sofort nach dem Schlüpfen umgebracht. Es handelt sich um die Männchen der auf Hochleistung gezüchteten Legehennen, die sich zur Mästung als Brathühnchen nicht eignen, da sie kaum Fleisch ansetzen.
Diese grausame Abschlachterei soll nun endlich ein Ende haben. Dafür jedenfalls setzt sich die Tierschutzbeauftragte des Landes Hessen, Madeleine Martin ein. Das ist leichter gesagt als getan. Man müsste neue Rassen züchten, bei denen die Legeleistung der Hennen geringer ist, sich die Hähnchen aber zur Aufzucht als Brathähnchen eignen. Solche Versuche werden seit Jahren in der Schweiz gemacht. Das würde die Produkte natürlich verteuern – was aus unserer Sicht kein Schaden wäre.
Eine andere Möglichkeit wäre, das Geschlecht bereits im Ei vor dem Ausbrüten zu erkennen, was bisher nicht möglich ist. Mit dieser Problematik befasst sich eine Studie der Universität Leipzig, die noch nicht abgeschlossen ist. Dann würde man die männlichen Tiere gar nicht erst zur Welt kommen lassen. Auch das wäre ethisch bedenklich, doch allemal humaner als die bisherige Praxis.
E.U., 6/06
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