Tier & Mensch e.V.
Die Hühner-Mafia schlägt zurück
Nachdem ab 1. Januar die Kennzeichnung auch für Käfigeier vorgeschrieben ist, werden die Hühnerbarone nervös. Sie fürchten um ihre Pfründe. Früher versuchten sie, dem Verbraucher die Käfigeier mit bunten Werbeblättern schmackhaft zu machen ("Wir sind keine Mistkratzer mehr"). Das war so lächerlich, dass man diese Werbung sehr schnell zurückzog.
Nun machen sie die Freilandhaltung schlecht. In Fernsehbeiträgen und "wissenschaftlichen" Untersuchungen wollen sie den Bürgern weismachen, wie unhygienisch und unappetitlich die Freilandhaltung doch ist. Die Kühner fressen sogar Regenwürmer.
Nun ist es jedem, der guten Willens ist, leicht möglich, Geflügelbetriebe mit Freilandhaltung zu besichtigen (s. unsere Listen der Biohöfe Berlin und Bodensee). Dagegen ist es unmöglich, sich mal einen Käfigbetrieb von innen anzuschauen (s. "Keine Offene Tür in Bestensee"). Über die Zustände, die da herrschen, kann man sich nur mit Hilfe von Berichten, Filmen oder Fotos informieren. Und die sind erschreckend genug.
Natürlich ist auch die Freilandhaltung der Legehennen nicht unproblematisch. Darüber gibt unser Beitrag "Erfahrungen mit Freilandhaltung" Auskunft.
Weniger zu empfehlen sind allerdings die Eier aus Massen-"Freiland"-Haltung. Auch darüber haben wir schon berichtet.
Am besten und gesündesten sind nach wie vor die ÖKO-Eier. Besonders gesund dann, wenn man weniger isst. Dann kann man sie auch bezahlen.
Wir bleiben dabei: Das Ei mit der DREI kommt aus Quälerei.
E.Ulich, Febr. 04
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