Tier & Mensch e.V.

Auch "Kleinvoliere" ist ein Käfig

Verbot der Käfighaltung soll rückgängig gemacht werden
Schon im Jahre 1999 verurteilte das Bundesverfassungsgericht die Haltung von Legehennen in Batteriekäfigen als Tierquälerei. Daraufhin sollten die herkömmlichen Hühnerkäfige ab 2007 in Deutschland verboten werden. Nun wird das Rad zurückgedreht. Die Käfige bleiben bis 2009 in Betrieb, mit dem heuchlerischem Argument, das den Hühnerbaronen noch Zeit zum Umstellung gewährt werden müsse. Und für spätere Zeiten hat man sich den „möblierten" Käfig ausgedacht, beschönigend genannt „Kleinvoliere". Das Wort „Voliere" kommt von „fliegen". Seit jeher versteht man darunter ein besonders großes Gehege, in dem die Vögel auch fliegen können. Wie sieht es aber in dieser Kleinvoliere aus? Bei 50 bis 60 cm Höhe ist an Fliegen überhaupt nicht zu denken. Die angeborenen Verhaltensweisen (Picken, Scharren, Sandbaden) können kaum ausgeführt werden. Auch sind viel zu wenig Legenester vorgesehen. Große Teile des Käfigs, in dem bis zu 10 Hennen zumeist in Dämmerlicht vegetieren, sind noch mit Drahtböden ausgestattet. Die Einstreuflächen sind viel zu klein, und die Hühner müssten sich anstellen, um ihre Grundbedürfnisse auszuüben zu können.
Alles in allem: Ein schwerer Rückschlag auf dem Wege zu einer halbwegs artgerechten Hühnerhaltung! Das kann kein Tierfreund akzeptieren!
Käfig ist Käfig

Demonstration vor dem Bundesrat

Alle namhaften Tierschutzvereine versammelten sich am 7. April 2006 vor dem Bundesrat,
um gegen die Aufhebung des Käfigverbotes zu demonstrieren.

Unsere Tierschutzlehrerin Helga Salehi mit einer Kindergruppe und im Gespräch mit Renate Künast und Wolfgang Apel.
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