Tier & Mensch e.V.
Pelztierzucht ein Verbrechen am Tier!
Es ist unbegreiflich, warum es noch immer Menschen gibt, die echte Pelze kaufen und tragen. Seit Jahren sind die furchtbaren Haltungsbedingungen der Nerze, Füchse, Chinchilla in kleinen Drahtkäfigen auf Gitterböden allgemein bekannt. Tierschützer haben immer wieder versucht, durch Demonstrationen, Boykottaufrufe vor Pelzhandlungen und Kaufhäusern auf die Quälereien in der Pelztierzucht aufmerksam zu machen.
Ein jeder weiß das, und doch gibt es noch viele, die dieses Bewusstsein aus Eitelkeit, Gedankenlosigkeit oder Rücksichtslosigkeit verdrängen.
Es gibt Länder, z.B. Österreich, die Schweiz, wo diese Art von Massentierhaltung schon längst verboten ist. Warum gehört Deutschland nicht dazu? Hier bei uns gibt es noch Dutzende solcher Pelztierfarmen, auch in der Umgebung von Berlin. Sie liegen meist versteckt in Wäldern, wo keiner hinkommt. Wer das einmal gesehen hat, der ist erschüttert, unter welchen trostlosen Bedingungen diese Tiere hausen müssen. Es ist eine Lüge, wenn von Züchtern behauptet wird, Pelztiere seien Haustiere, denen man derartige Zuchtbedingungen "zumuten" dürfte. Nein, Pelztiere sind Wildtiere, die ganz besonders qualvoll leiden müssen, wenn sie in engen Käfigen ihr Leben lang dahinvegetieren müssen.
Warum ist es nicht möglich, in Deutschland eindeutige Gesetze zu erlassen, die diesen Tieren zu mindest eine artgerechte Haltungsform ermöglichen? Immerhin gibt es in Hessen und in Bayern bereits Erlasse, die größere Gehegeflächen vorschreiben. Warum machen die anderen Bundesländer nicht mit? Ist der Druck der Pelztierlobby so groß?
Es ist zum Verzweifeln! Immer wieder wird den Interessen der Wirtschaft Vorrang gegeben vor den Sorgen um Tiere, Natur und Umwelt. Und noch immer gibt es Verbraucher, die aus Gedankenlosigkeit oder Geiz den Verlockungen der Wirtschaft erliegen - auf Kosten der Tiere.
Also: Kämpfen wir weiter! Versuchen wir, Verbraucher vom Kauf echter Pelze abzuhalten. Versuchen wir auf Geschäfte einzuwirken, den Pelzhandel aufzugeben. Versuchen wir, die Behörden dazu zu bringen, endlich ordentliche Gesetze zu erlassen!
Ernst Ulich (Sep.03)
Protest gegen Handel mit Pelzen
Seit Jahren protestieren Tierschützer regelmäßig vor Kaufhäusern, die noch echte Pelze anbieten. Denn das weiß inzwischen jeder: Die Zucht von Nerzen und Füchsen in den sogenannten Pelztierfarmen ist eine grausame Quälerei. Wir haben bei einigen Firmen schon Erfolge zu verzeichnen¸ z.B. erklärt C&A, dass sie keine Pelze mehr führen. Alles was so aussieht, ist aus Synthetik, und zwar täuschend echt.
Aber auch synthetische Pelze sind aus Tierschutzsicht nicht ideal. Warum muss überhaupt der Eindruck erweckt werden, man trägt Pelz? Gerade, wenn es wie echt aussieht, vermittelt er dem Unkritischen den Eindruck, Pelz sei wieder „in“ und verführt den Verbraucher dazu, Pelz zu akzeptieren und zu kaufen. Diese Bedenken haben wir C&A gegenüber geäußert und vorgeschlagen, künftig lieber Plüsch und ähnliche erkennbar nicht tierische Stoffe anzubieten.
Karin Ulich (Dez.03)
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