Tier & Mensch e.V.
Ausbildung für Tierschutzlehrer

Ein weiteres Treffen der Tierschutzlehrer fand vom 5.-7.November 04 in Dorfen bei München statt.
Tierschutz im Unterricht ist Gewaltprävention...
...das wurde durch wissenschaftliche Studien belegt. Und nicht nur das: Er fördert das Verständnis für die Bedürfnisse der Tiere und öffnet darüber die Augen, welch unermessliches Leid Tieren tagtäglich in unserer Gesellschaft zugefügt wird: in der Heimtierhaltung, als Nahrungslieferant, zum bloßen Vergnügen von Menschen und in den Folterkammern der Tierversuchslabors.
Der Arbeitskreis deutscher Tierschutzlehrer traf sich am ersten November-Wochenende zur gemeinsamen Fortbildung und zum Meinungsaustausch. Bei diesem 2. Treffen seit der Gründung des Arbeitskreises standen wichtige und interessante Vorträge auf dem Programm:
Zunächst ging es um eine allgemeine Grundlage: die gesunde Ernährung! Gesundheitsberaterin Annette Heimroth ist Schülerin von Dr. Bruker gewesen. Schwerpunkt ihrer Ausführungen war die richtige Zusammenstellung der Nahrung bei veganer Ernährung und der Wert von Rohkost. Sie können sie um Literatur-Vorschläge bitten unter: Annette Heimroth, Dr.-August-Weber-Weg 4, 36088 Hünfeld

Die Tierärztin Astrid Reinke vom Verein "Ärzte gegen Tierversuche e.V." referierte zum Thema "Tierschutz in der Schule - Thema Tierversuche", einem neuen Projekt der Organisation. Sie berichtete von ihren Erfahrungen mit Schülern, Lehrern und Eltern. Dabei gab sie Anregungen, wie dieses Thema trotz seiner Brutalität alters- und schultypgerecht bearbeitet werden kann, ohne die Kinder zu überfordern. Für Fragen zum Schulprojekt der ÄgT oder zum Thema generell wenden Sie sich bitte an reinke@aerzte-gegen-tierversuche.de

Unentbehrlich ist auch für Tierschutzlehrer neben fundiertem Fachwissen eine geschickte Argumentation und die Fähigkeit, sich nicht in einer Diskussion ins Aus manövrieren zu lassen. Wasmuth Reyer schult seit vielen Jahren Tierschützer in Seminaren und stellte uns an Beispielen aus der Praxis die wichtigsten Punkte vor.
Für jeden Tierschützer ist die unglaubliche Diskrepanz zwischen Tierschutzgesetz und Realität in Deutschland ein Rätsel. Der bekannte, sehr engagierte Rechtsanwalt Wolfgang Schindler aus München versuchte, uns am Beispiel der Rechtsprechung zur Käfighennenhaltung die Verstrickungen zwischen Wirtschaft und Behörden zu erklären. Er hatte 1999 das Land Nordrhein-Westfalen vertreten, als das Bundesverfassungsgericht das Urteil fällte, Käfighaltung sei nach dem Tierschutzgesetz Tierquälerei und damit die Haltungs-Verordnung nichtig. Schindler legte eindrucksvoll die Wichtigkeit des Verbandsklagerechts im Tierschutz dar.
Sein Vortrag kann abgerufen werden unter: wolf.2000@gmx.net
Die Arbeit des Verein "Animal´s Angels" stellte uns am Sonntag Morgen Katrin Hermann-Winter vor. Wir sind ihr sehr dankbar, dass sie für uns eine weite Reise auf sich nahm. Sie arbeitet seit Jahren ehrenamtlich bei "Animal´s Angels". Aufgabe des Vereins ist es, Tiertransporte in ganz Europa zu begleiten, dabei die Situation der Tiere zu dokumentieren, zu recherchieren und zu versuchen, auf Behörden, Länder- und EU-Politiker einzuwirken. Vieles konnte auf diese Weise schon verbessert werden, wenn auch das Tierleid durch die EU-Erweiterung noch schlimmer geworden ist, weil die neuen Außengrenzen noch keine ausreichenden Kontrollstellen haben und die der bisherigen Ostgrenze aufgelöst wurden. So werden Tausende von Tieren oft mehr als eine Woche lang unkontrolliert durch Europa gekarrt!
Informationen von "Animal´s Angels" bekommen Sie bei folgender Adresse: "Animals´Angels", E-Mail: info@animals-angels.de Internet: www.animals-angels.de Tel: 07612926601, Fax: 07612926602, Mozartstr.32, 79104 Freiburg
Der Ak deutscher Tierschutzlehrer wird weiterhin in Verbindung bleiben durch gegenseitigen Austausch von Erfahrungen und Lehrmitteln. Auch sind gemeinsame Schritte geplant, um das Thema Tierschutz-Unterricht in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Um es Schulen zu ermöglichen, einen Tierschutzlehrer einzuladen, wird eine Homepage eingerichtet, auf der alle Tierschutzlehrer sich vorstellen unter Angabe ihres Aktionsradius.
Von "Tier und Mensch" nahmen Ernst Ulich (Berlin) und Karin Ulich (Kontaktbüro Bodensee) an dieser Tagung teil.
Schulen, Kindergärten und Einrichtungen der Erwachsenenbildung sind aufgerufen, von dem Angebot des Tierschutz-Unterrichts Gebrauch zu machen und eine(n) Tierschutzlehrer(in), einzuladen.
Kontakte: Für "Tier & Mensch": Ernst Ulich, Tel.: 030-8334638 und Karin Ulich, Tel.: 08389-577
Für den "Arbeitskreis deutscher Tierschutzlehrer": Dr. Martina Kuhtz-Böhnke, Tel.: 08081-954560
Es wäre auch sehr erfreulich, wenn noch zahlreiche pädagogisch erfahrener Tierfreunde das kostenlose Tierschutzlehrerseminar besuchten.
K.Ulich, Dezember 04
Presseerklärung(16.05.2004):
Tierschutz im Unterricht ist Gewaltprävention
Seit Jahren nimmt bei Kindern und Jugendlichen die Entfremdung von Tieren und die Gewaltbereitschaft zu.
Hier setzt das Projekt "Tierschutz im Unterricht" von der Pädagogin Charlotte Probst aus Graz an.
Von ihr in Intensiv-Seminaren ausgebildete TierschutzlehrerInnen trafen sich am Wochenende vom 14. bis 16. Mai zu einer Tagung in der Nähe von München und gründeten den "Arbeitskreis deutscher TierschutzlehrerInnen". Diese bieten in ihrer jeweiligen Region Tierschutz-Unterricht an. Alle Themen von der Heimtierhaltung über Nutztierhaltung bis zu Tierversuchen werden altersgerecht behandelt.
Regionale Ansprechpartner sind: - Lindau: "Tier und Mensch e.V." Karin Ulich, Tel. 08389-577
- Lindenberg:"Tierschutzverein Stadt und Landkreis Lindau e.V."Edith Krammel, Tel. 08381-2996
- Bad Wurzach: Ingrid Albrecht, Tel. 07527-954427
K.Ulich, Mai 04
zurück