Tier & Mensch e.V.

Wurst und Fußball
„Panem et circenses" war die Devise der römischen Kaiser vor 2000 Jahren, mit der sie das Volk ruhig stellten. Denn zufriedene Bürger denken nicht an Unruhen und Aufstände.
Wie sich die Bilder gleichen! Heute wird das Volk nicht mit Brot gefüttert, sondern mit billigem, schlechten Fleisch, das überdies aus der Quälerei der Massentierhaltung („konventionelle Haltung") kommt. Und der Zirkus der Fußballweltmeisterschaft treibt bereits jetzt die schönsten Blüten. Er ähnelt schon beinahe den Gladiatorenkämpfen der Antike.
Einen Unterschied gibt es allerdings: Bei uns geht die Initiative zu diesem Spektakel nicht von den Politik aus, sondern von der Wirtschaft. Doch die Politiker sind gern bereit, da mitzumachen. Denn eine Fress- und Spaßgesellschaft lässt sich leicht ablenken von den eigentlichen Problemen unseres Daseins, die unsere Politiker unfähig sind zu lösen.
Es liegt an uns, inwieweit wir uns verführen, betrügen, aufputschen lassen, aber es liegt in unserer Verantwortung, auf die Jugend einzuwirken, sich diesen Versuchungen zu widersetzen. Denn die jungen Leute, die in dieser Atmosphäre des „Konsumterrors" und der Reizüberflutung aufwachsen, lernen es nicht anders kennen.
Tun wir also unser Möglichstes !
Ernst Ulich, Dez.05
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