Der „Ökologische Fußabdruck in Lindau“ – Rückblick

 

Konzentriert und neugierig stapelten Schüler und Erwachsene Holzscheiben, schöpften Wasser, wogen und belegten Flächen mit Täfelchen – so fanden sie ihren eigenen „Ökologischen Fußabdruck“ heraus. Viele waren nachhaltig beeindruckt, das erfuhren wir hinterher bei zahlreichen Gesprächen.

Für vier Wochen hatten der Bund Naturschutz im Landkreis Lindau und Tier und Mensch diese Ausstellung von Brot für die Welt ausgeliehen und nach Lindau geholt, wo sie im Lindaupark, dem Bodenseegymnasium, der Volksbank in Lindenberg und in der Kreis-Sparkasse in Lindau der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden durften, gut betreut unter tatkräftiger Mithilfe der Weltladengruppen Agenda 21 in Lindau und Wasserburg sowie Akapacha in Lindenberg. Insgesamt investierten fast 40 Ehrenamtliche viel Zeit, um den Erfolg der Ausstellung sicherzustellen, auch für die aufwändigen Transporte von einem Standort zum nächsten fanden sich immer genügend Freiwillige. Zur Betreuung standen meistens zwei Ansprechpartner zur Verfügung, um geduldig und kompetent zu erklären, warum die Folgen unseres Lebensstils so große Spuren auf der Erde hinterlassen – ein wunderbarer Beweis für den Rückhalt, den die beteiligten Vereine in der Bevölkerung genießen!

Fast alle Besucher, die sich durch die vier Stationen arbeiteten, waren mit Begeisterung dabei, und auch wenn kaum jemand ein Ergebnis erreichte, das sich der Marke für das Erd-verträglichen näherte, so war man doch zufrieden, wenn das Ergebnis wenigstens unter dem Deutschen Durchschnitt lag. Zumindest lernte jeder auf eindrucksvolle Weise, wo man ansetzen könnte, um seinen Lebensstil den endlichen Reserven anzupassen. Sei es beim Konsumverhalten, beim Energieverbrauch und ganz besonders bei der Ernährung. Denn die Ernährung macht in Deutschland mehr als 35% des gesamten Fußabdrucks aus, was dem übermäßigen Verzehr von Tierprodukten geschuldet ist. Hier kann jeder durch sein Konsumverhalten sofort entscheidend dazu beitragen, die Erde lebensfähig zu erhalten -sofern er denn will.

Wir erreichten in den vier Wochen etwa 800 Bürger, davon 300 Schüler, die im Rahmen des Unterrichts mit ihren Lehrern einen gründlichen Einblick in das Thema erhielten. Auch die Lindauer Zeitung und der Westallgäuer berichteten.

Weniger Beachtung fanden die begleitenden Veranstaltungen, denn das spärliche Publikumsinteresse rechtfertigte kaum den Aufwand. Eine erfreuliche Ausnahme war Werner Lettmaiers sehr gut besuchter Vortrag über das Herbizid Glyphosat und die damit verbundenen Gefahren für Natur und Mensch.

 

Wir sind unseren Sponsoren, Frau Maja Dornier im Rahmen der Dornier-Stiftung und Frau Iris Rundel außerordentlich dankbar für ihre überaus großzügige finanzielle Unterstützung, dem Lindaupark, dem Bodensee-Gymnasium, der Volksbank Lindenberg und der Sparkasse Lindau dafür, dass sie uns den nötigen Platz gewährten und für ihre Gastfreundschaft, sowie allen, die sich an der Arbeit beteiligt haben! Die Zusammenarbeit war eine große Freude! Wir sind überzeugt, dass der große Aufwand sich gelohnt hat und die Ausstellung ihren Eindruck bei vielen hinterlassen hat, möglicherweise mit der nachhaltigen Wirkung, dass beim einen oder anderen der Ökologische Fußabdruck schrumpft - mit segensreichen Folgen für Mensch, Tier, Natur und die Lebensressourcen unserer Erde!

Karin Ulich für Tier & Mensch und Bund Naturschutz

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