Mahnwache zu TTIP und CETA in Lindau

Am Sonntag, 21. September, war weltweiter Aktionstag gegen den Klimawandel. Anlass war der Klimagipfel in New York zwei Tage später. Die Aktiven des Vereins Tier & Mensch e.V. beteiligten sich mit einer Mahnwache vor dem Alten Rathaus. Einige Stunden lang sorgte sonniges Wetter für ein großes Interesse unter den zahlreichen Passanten.



Wir machten sie auf die Zusammenhänge zwischen Massentierhaltung und Klimawandel aufmerksam und konnten ihnen eine ermutigende Botschaft mit auf den Weg geben: Durch eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten hin zu regionaler, biologischer, und fleischarmer Ernährung kann jeder sofort und effizient zum Klimaschutz beitragen. Denn in einem Industrieland wie Deutschland trägt die Ernährung immerhin im Durchschnitt zu etwa 40% am persönlichen ökologischen Fußabdruck bei. Das liegt vorwiegend am hohen Verzehr an Tierprodukten, durch den ein enormer Ausstoß klimawirksamer Gase bewirkt wird. Das passiert vor allem in den meist südamerikanischen Ländern, aus denen die Futtermittel für die Masttiere und Milchkühe importiert werden. Denn Soja, oft genmanipuliert, wird in riesigen Monokulturen auf einstigen Urwaldflächen angebaut.
Noch immer wird Urwald in unverantwortlicher Weise vernichtet und die ansässige Bevölkerung (oft gewaltsam) vertrieben.

Auch die drohenden Freihandelsabkommen CETA und TTIP waren Thema, denn sie sind offenbar in einer Weise auf die Interessen weltweit agierender Großkonzerne zugeschnitten, dass sie weder Rücksicht auf das Klima, noch auf Umwelt, Tier- oder Verbraucherschutz nehmen. Über die Klausel, dass weltweit agierende Großkonzerne internationale Schiedsgerichte anrufen können, um gegen Gewinnminderungen zu klagen, könnte dann auch jede Verbesserung im Tier- und Umweltschutz verhindert werden.


 

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