Schluss mit Vernichtung von Nahrung!

Die Internet-Petition gegen die überbordende Verschwendung von Nahrungsmitteln, initiiert vom Kommunalrat  Arash Derambarsh (Courbevoie, Frankreich), fand so großen Anklang, dass die französische Regierung im Mai einstimmig (!) ein Gesetz verabschiedete, das die Supermärkte verpflichtet, unverkaufte Nahrungsmittel entweder an eine Wohltätigkeitsorganisation zu verschenken, zu kompostieren oder der Verwertung als Tierfutter zuzuführen. Dem Beispiel Arashs folgend startete die Verwaltungsangestellte Ruthner aus Tutzingen im Juni eine entsprechende Petition für Deutschland. Immerhin werden in Deutschland jedes Jahr 18 Millionen Tonnen Lebensmittel vom Produzenten bis zum Verbraucher weggeworfen! Durch Unterstützung dieser Kampagne durch die NGO "Aktion gegen Hunger" und das französischen Roten Kreuz entstand daraus nach kurzer Zeit eine Internet-Petition an die EU-Kommission, um Druck gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln auch in allen anderen EU-Ländern zu machen. Innerhalb von 5 Wochen hatten mehr als 600 000 Bürger sie unterzeichnet! Der Zeitpunkt ist günstig, denn die EU-Kommission beschäftigt sich unter dem Begriff „circular economy strategy“ zurzeit mit Strategien gegen Verschwendung. Auch die Bürger werden nach ihrer Meinung gefragt. Der erste Teilerfolg der Petition ließ nicht lange auf sich warten: Bereits am 10. Juli forderte das EU-Parlament in einer Resolution die Kommission auf, entsprechende Abkommen mit den 28 EU-Staaten zu beschließen.

https://www.change.org/p/eu-verpflichtet-superm%C3%A4rkte-ihr-unverkauftes-essen-zu-spenden-stopfoodwaste


 

zurück