Resolution an Landwirtschaftsminister Schmidt:

Tierschutztagung der evangelischen Akademie in Bad Boll verlangt artgerechte Tierhaltung in der Landwirtschaft

 

Bundesminister Schmidt muss Tierhaltung ändern!

 

Zum Abschluss der diesjährigen Tierschutztagung in Bad Boll wurde der Resolutionsantrag des Workshops 3: „Möglichkeiten und Grenzen des Engagements für mehr Tierschutz - Politik, Justiz, Vollzug diskutiert und mit überwältigender Mehrheit der anwesenden Teilnehmer in folgender Form beschlossen:

Resolution

 

Die Mehrheit der Teilnehmer an der Tagung "Chancen für mehr Tierschutz?" an der Evangelischen Akademie Bad Boll, 3.-5. März 2017, fordert die Bundesregierung auf, folgende Vorschläge aus dem Gutachten "Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung" des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik beim BMEL möglichst umgehend umzusetzen:

Ò      Zugang aller Nutztiere zu verschiedenen Klimazonen, vorzugsweise Außenklima,

Ò      Angebot unterschiedlicher Funktionsbereiche mit verschiedenen Bodenbelägen,  

Ò      Angebot von Einrichtungen, Stoffen und Reizen zur artgemäßen Beschäftigung, Nahrungsaufnahme und Körperpflege,

Ò      Angebot von ausreichend Platz,

Ò      Verzicht auf Amputationen.

 

 

Das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats des Landwirtschaftsministeriums war vom Ministerium selbst in Auftrag gegeben worden und wurde vor zwei Jahren veröffentlicht. Es fordert nachdrücklich eine Agrarwende ein, unter anderem mehr Tierschutz. Die oben benannten Punkte sind aus dem Gutachten zitiert. Bisher hat Minister Schmidt es ignoriert und politische Entscheidungen getroffen, die den Forderungen der Gutachter zuwider laufen. Damit schadet er massiv den Interessen der Bürger. Schmidt muss endlich seine Hausaufgaben machen – besser noch: zurück treten!

Siehe auch: http://www.ev-akademie-boll.de/aktuell/artikel/eine-kuh-ist-auch-nur-ein-mensch.html                                                                                                                                        Karin Ulich

 

 


 

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