Tierversuche:

Lindauer Tier-&-Mensch-Aktive informieren am 24. April

 

Am 24. April wird weltweit die Abschaffung der Tierversuche gefordert. Tier & Mensch e.V. nimmt diesen Gedenktag seit Jahren zum Anlass, um über die wissenschaftlich und ethisch äußerst umstrittene Praxis der Tierversuche zu informieren. "Alleine schon die Züchtung und Haltung der Mäuse, Ratten, Kaninchen, Hunde, Affen und vieler anderer Tierarten bedeutet dauerhaften Stress, Leiden, oft Todesangst für die Tiere, betont Tierärztin Karin Ulich. Hinzu kommt die Qual der Versuche. Wissenschaftlich sind die Ergebnisse sehr fragwürdig, denn sie lassen sich nur bedingt auf Menschen übertragen und täuschen falsche Sicherheit vor. Das bezahlen alleine in Deutschland mindestens 58 000 Menschen jährlich mit ihrem Leben. "Besser wäre die Forschung an Computermodellen, menschlichen Zelllinien oder über sorgfältige Auswertungen von Patientendaten und einer Vielzahl weiterer Methoden", erklärt Helga Semrau. Doch nicht einmal 1% der staatlichen Fördermittel wird für tierversuchsfreie Forschung ausgegeben, stattdessen Neu- und Ausbau von Versuchslaboratorien mit Millionensummen unterstützt, wie gegenwärtig unter anderem in Berlin und München. Leider finden die Versuche im Verborgenen statt - eine Transparenz über die Verwendung der Steuergelder fehlt.
Besonders viele Tiere werden Opfer der "Grundlagenforschung", die nicht auf die Heilung von Krankheiten abzielt, sondern der Experimentierlust entspringt, besonders im Bereich der Gentechnik. Alleine in Deutschland werden jährlich 3 Millionen Tier "verbraucht" - die Zahl steigt. Die Lindauer Aktiven des Vereins Tier & Mensch e.V. informierten in enger Zusammenarbeit mit dem Verein "Ärzte gegen Tierversuche e.V." an ihrem Infostand vor dem Alten Rathaus. Sie informierten über tierversuchsfreie Kosmetika und Haushaltschemikalien und stellten sich den interessierten Fragen der Passanten. Unterschriftenlisten, Flyer, Broschüren und Bücher lagen aus.                
Karin Ulich


 

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